27.06.–19.09.2026
Soundinstallation mit Tonaufnahmen über und unter Wasser, Lautsprechern und einer leerstehenden Voliere des Umweltzentrum Schneckenhaus, Grevenbroich · im Rahmen von Muschelblume und Blei, 06.–09.2026 · Anna Schütten © VG Bild-Kunst, Bonn.
Eine leerstehenden Voliere auf der Anlage des Umweltzentrums, direkt neben Erft und Bahnlinie gelegen, wird für die dreimonatige Ausstellungsdauer zum Ausgangspunkt eines biophonen Konzerts. Flüsternd erhebt sich ein beständiges Knacken, Klicken oder Schnarren aus dem Wildwuchs, der sich unkontrolliert ausbreiten konnte und Lebensraum für diverse Insekten, Pilze und Pflanzen geworden ist. Die einzelnen aufgenommenen Tonspuren überlagern sich, pausieren oder verlieren sich in der Klanglandschaft der Parkanlage, um dann wieder aufs Neue aufzutauchen. In ihrer Soundinstallation arrangiert Anna Schütten Tonaufnahmen, die sie u. a. in der Erft zwischen Schönau und Neuss gesammelt hat. Gerade das warme Wasser ab Bergheim führt auch im kalten, sonst ruhigen Winter zu komplexen Symphonien unter der Wasseroberfläche. Die Komposition aus Stimmen autochthoner und gebietsfremder Arten durchmischt sich in der akustischen Landschaft des Bends mit den Geräuschen unseres menschlichen Alltags zu einem an- und abschwellenden Reigen. Text: kvaao




Sound installation featuring audio recordings made above and below water, loudspeakers and an empty aviary at the Umweltzentrum Schneckenhaus, Grevenbroich · as part of Muschelblume und Blei, 06.–09.2026 · Anna Schütten © VG Bild-Kunst, Bonn.
An empty aviary on the grounds of the Umweltzentrum Schneckenhaus, situated right next to the river Erft and the railway line, becomes the starting point for a biophonic concert for the duration of the three-month exhibition. A constant crackling, clicking or buzzing rises, as if in a whisper, from the overgrown vegetation, which has been left to thrive unchecked and became a habitat for various insects, fungi and plants. The individual recorded sound tracks overlap, pause or fade into the soundscape of the park, only to resurface again. In her sound installation, Anna Schütten arranges sound recordings she has collected, for example, in the river Erft between Schönau and Neuss. Particularly the warm water coming from Bergheim results in complex symphonies beneath the water’s surface, even in the cold, otherwise quiet winter. The composition of sounds from native and non-native species blends with the sounds of our everyday human lives in the acoustic landscape of the Bend, creating a cycle of sounds that swell and subside. text: kvaao